22.01.2015

DC62 oder Athlet? Dyson oder Bosch?

Welcher ist besser? Der Akku Handstaubsauger von Dyson oder der Akku Handstaubsauger von Bosch?

DC62 vs Athlet

Ich kenne beide im Test und werde mal einen Vergleich in Pro und Contra wagen. Denn eigentlich sind die Unterschiede so prägnant, dass unterschiedliche Nutzertypen angesprochen werden.

Vergleich:







  • Bosch Athlet

Dieser Akkusauger ist in der klassischen Bauform eines Handstaubsaugers aufgebaut. Das hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Denn wenn die Technik (Motor, Filtersystem, Staubbehälter und auch der schwere Akku) weit unten am Staubsauger nahe der Bodendüse (Turbinenwalze / Bürstenwalze) sitzt, kann man die Saugleistung direkter auf den Boden bringen und mit weniger Aufwand mehr Leistung erzeugen. Doch dafür ist der Sauger eben auch weniger flexibel und kommt auch nicht unter alle Möbel.

Die Akkuleistung wird mit 60 min beworben. In der ersten Saugstufe, bei der die Bürstenwalze nicht mitbewegt wird, kommt das auch gut hin. Doch die Saugleistung ist in dieser Stufe so schwach, dass man diesen Modus wahrscheinlich sowieso nie einsetzen wird. Mit der Bürstenwalze im Einsatz ist die Reinigungsleistung des Athlet dagegen richtig gut, doch der Akku hält dan auch weniger lang. Statt 60 min in kleinster Stufe sind das nur noch knapp über 13 min in der stärksten Stufe mit der Bürstenwalze im Einsatz.

Der Staubsauger Athlet wird mit einem Schiebeschalter eingeschaltet und man muß keinen Schalter beim Staubsauger gedrückt halten. Das hat Vorteile sowie Nachteile. ... und das ist einer der Unterschiede zum DC62, wo man den Schalter gedrückt halten muß. Der Athlet ist etwas gemütlicher in der Anwendung, der DC62 spart über den gedrückt zu haltenen Schalter Strom, indem "Leerlauf" vermieden wird.

Kann man die Akkus wechseln? Gibt es einen Ersatzakku für den Bosch Athlet zu kaufen?   ...   das ist ungeklärt, muß noch mal recherchiert werden. Ferner muß geklärt werden, wie gängig die verwendeten Akkus sind und wie leicht man diese beziehen kann und wieviel diese dann kosten.  Denn ein Akku, auch ein Li Ionen Akku, hält nicht ewig. Doch man will den Staubsauger ja nicht wegschmeißen, wenn die Akkus schwächeln.

Interessant ist beim Athlet die Idee, dass man einen Schlauch und einen Schultergurt bekommen kann, bzw. bei einigen Modellen gleich im Lieferumfang dabei hat. Das schafft Flexibilität.


Für wen geeignet?

Wer eine  kleine Wohnung saugen möchte, dabei eher keine Treppe saugen möchte, kann diesen Sauger gut einsetzen. Ohne Kabel, damit angenehmeres Staub saugen, ist das Hauptargument für diese Geräte von Bosch. Wer zwischen 40 und 50 m2 zu saugen hat, wird diesen Sauger mögen. Damit ist der Athlet eher die Akkuvariante des klassischen Handstaubsaugers, um eine kleine Wohnung zu saugen.

Eher für Teppich: Die Borstenbüschel der Bürstenwalze sind kräftig, womit bei Teppich ein guter Effekt erzielt wird, bei harten Böden dagegen würde der Dyson eher Vorteile der Bürstenwalze ausspielen.




  • Dyson DC62
Dieser kabellose Staubsauger kommt sehr leicht und wendig daher. Die Technik (Motor, Akku, Staubbehälter) sitzt oben am Griff, wodurch der Staubsauger sehr leicht zu bewegen ist und fasst unter alle Möbel kommt. Durch das leicht Alurohr kann man diesen  kabellosen Handstaubsauger auch leicht an der Decke einsetzten und z.B. Spinnenweben entfernen.

Das Rohr kann man abnehmen und alle Aufsätze auch direkt an die Saugereinheit anbringen. Damit hat man einen sehr starken (wenn nicht gar den stärksten) Akkusauger (Handsauger) in der Hand.

Die Akkuleistung wird mit 20 min angegeben, die Reinigungszeit mit bis zu 26 min. Das hat mit dem Schalter zu tun. Denn diesen muß man gedrückt halten. Saugt man nicht, verbraucht der Sauger keinen Strom. So kommt die Angabe von 26 min Anwendungszeit zustande. Im Test habe ich den Eindruck gehabt, dass das ganz gut hinkomt, da man wegen der guten Saugleistung und der flexiblen Bodendüse (auch hier mit Bürstenwalze) schnell ist und den Sauger wirklich beim Umsetzen etc öfter mal auf hat.

Der Akku ist leicht und auch gut verfügbar, wenn man einen Ersatzakku braucht. Sowohl von Dyson selbst als auch von anderen Anbietern bekommt man kompatible Akkus. Da profitiert der Kunde sicherlich davon, dass der Hersteller mit den Modellen DC32, DC35 und DC45 schon lange am Markt der Akkusauger aktiv ist. 

Der Schalter ist sehr leicht und angenehm zu betätigen, so dass dieses meines Erachtens keinen Nachteil bedeutet und der Vorteil des dadurch leichten Akkus eher überwiegt.

Gerade für Parkett, Fliesen und andere harte Böden, insbesondere dunkle Flächen, kann der Dyson die Vorteile seiner in die Bürstenwalze integrierten Carbonfasern (Karbonfasern) ausspielen. Dieses Material hat man bei z.B. bei Plattenspielern  für diese weiche Bürste genutzt, mit der man den Staub von der LP wischte und das Knistern beim Abspielen der LP verhinderte. Diesen antistatischen Effekt der Bürstenwalze wird man gerade auf dunklen Fußböden zu würdigen wissen. Da bleibt kein Schimmer von Staub übrig.


Für wen geeignet?

Die leichte Bauweise und die hohe Leistung (in zweiter Leistungsstufe ganz besonders) machen diesen DC62 zum perfekten "Zwischendurch-Staubsauger", der immer zur Hand ist. Im Eingangsbereich, auf Treppen und auch für alle Haustierbesitzer ist dieser Sauger gut geeignet.Flächen bis 30 / 40 m2 sind angenehm zu schaffen. (Mehr auch, aber dann wird das Handstück doch schon etwas schwer in der Hand, weshalb ich für etwas mehr Fläche das Gerät von Bosch eher vorne sehe.)

Ferner weist dieser Akkustaubsauger besondere Vorteile auf harten - durchaus auch emfindlichen - Böden auf. Gerade bei dunklen Böden in hellen Wohnungen (große Fenster) wird man die Vorteile der Karbonfasern zu würdigen wissen.  Die Nylonfasern sind zudem sehr fußbodenschonend angeordnet.

Bei höherflorigen Teppichen neigt die Bürstenwalze zum "festdrehen". Hier hätte der o.g. Bosch wieder Vorteile auf seinder Seite.





Resumee:

Hier stehen zwei sehr gute beutellose Staubsauger mit Akku im Vergleich. Leiste Vorteile sehe ich für den Dyson DC62, weil dieser flexibler ist und weil der Akku  als Ersatzteil sehr gut verfügbar ist. ferner hatte ich den Eindruck, dass die Saugleistung beim DC62 etwas höher war.






Dieser Vergleich wird sicherlich hier im Staubsauger Blog noch weiter ausgeführt und um weitere Aspekte ergänzt werden.


Beachten Sie: dies ist ein Blog und mir stehen nicht die Meßmöglichkeiten einer Stiftung Warentest zur Verfügung. Alle Angaben ohne Gewähr.


Kommentare:

  1. Aber ein Argument spricht gegen die Akkustaubsauger von Bosch: der Akku nicht nicht austauschbar. Das ist bei Dyson Akkusaugern besser gemacht. Ausserdem ist das Akkumodell von Dyson bei Feinstaub viel gründlicher. Die neuen Modelle heißen jetzt übrigens V6. Z.B. das Modell V6 Fluffy ist sehr gut.

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  2. Bosch vs Dyson: wenn Ihr die neuen V6 mit den neuen Bodenaufsätzen anschaut, dann liegt zur Zeit Dyson vor Bosch.

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  3. Leider findet man in den Produktbeschreibungen oder Erfahrungsberichten selten Informationen zum Staubrückhaltevermögen, zum tatsächlichen Saugvermögen und zum Leerungskomfort der "beutellosen". Ich habe mich dann nach ewiger Probiererei doch lieber für einen kabelgebundenen Miele (mit Beutel) entschieden. Das teure aber billig wirkende Dyson- Gerät sah nicht danach aus, als ob es mehr als 2 Jahre schadlos überstehen würde. Und das lästige Gefummel beim Reinigen der Beutellosen nebst Herumgestaube mag ich zu Hause auch nicht haben, das "gönne" ich mir bereits bei meinem zugkräftigen Autosauger (Vacuboy).

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